Auch dieses Jahr mobilisierten die Nazis wieder nach Stolberg, um über ihren „angeblichen Kameraden“ Kevin zu trauern. Kevin wurde in einem Streit von einem migrantischen Jugendlichen erstochen. Dieser Streit war nicht politisch motiviert, sondern privater Natur. Diesen Vorfall instrumentalisieren die NPD und Freien Kameradschaften seit 2008 für einen Trauermarsch durch das Dorf Stolberg. Dieses Jahr beteiligten sich 400 Nazis an dem Trauermarsch am 9. April während 1000 Antifaschisten gegen die Nazis protestierten. Zu dem Fackelmarsch, den die Nazis  am Tag zuvor in Stolberg durchführten, kamen 150 Nazis, während 300 Antifaschisten versuchten auf die Naziroute zu gelangen. Die Nazidemo am 9. April konnte durch Blockaden vieler Antifaschist_Innen am Stolberger Hauptbahnhof erst mit vier Stunden Verspätung durch Stolberg ziehen. Weiterlesen »

Den Toten zum Gedenken – den Lebenden zur Mahnung!

Dies ist der Satz, der am Wenzelnberg, in Gedenken der 71 Häftlinge, die im Verlauf der Endphasenverbrechen der deutschen Faschisten hingerichtet wurden, geschrieben steht.
Die Nazifaschisten im Rheinland erhielten Ende Januar 1945 ein Telegramm, dass die Aufforderung enthielt, „ausländische Arbeiter und ehemalige deutsche Kommunisten“, welche als „umstürzlerisch“ einzuschätzen waren, „sofort zu vernichten“. (Eine kleine Chronik der Verbrechen wurde eine Tafel mit Angaben angelegt.) Vor allem dem Solinger antifaschistischen Widerstand – der angeführt von Karl Bennert (KPD) übrigens auch gegen den erklärten Willen der „Verbrannten Erde“-Politik der Faschisten im Solinger Stadtteil Wald weiße Fahnen hisste und so die Stadt vor der weiterer Zerstörung wahrte – ist es zu verdanken, dass die amerikanischen Soldaten der Antihitler-Koalition die Hingerichteten fanden.
Die insgesamt 71 Hingerichteten wurden im Rahmen einer Gedenkfeier am Wenzelnberg beigesetzt; seitdem ist der Ort der Tat gleichzeitig Gedenkstätte.

Weiterlesen auf http://sdajsolingen.wordpress.com/

Am 21.03.2011 fand in Wuppertal die zweite Anti-AKW Kundgebung nach der Atomkatastrophe in Japan statt. Einige hundert Leute begleiteten darauf die Demonstration zum  Jubiläumsbrunnen auf dem Neumarkt, von da aus weiter über die Gathe zur Hauptverkehrskreuzung am Döppersberg. Auf der Kreuzung am Döppersberg kam es für 10 Minuten zu einer spontanen Sitzblockade. Darauf ging die Demo zurück zur Alten Freiheit.

Auch wir beteiligten uns an der Kundgebung und Demo. Denn wir sehen die Erhaltung von Natur und Umwelt als eine Grundbedingung für das Überleben der Menschheit. Wir sind der Meinung, dass die Bevölkerung ein Recht auf eine Umwelt nach ihren Interessen hat. Dieses Interesse ist in der Frage der Atomenergie ganz klar: Die AKW´s müssen umgehend abgeschaltet werden. Nur 22,7% Prozent der Stromerzeugung Deutschlands erfolgt durch Atomenergie. Darüber hinaus wird ein Teil dieser Energie exportiert. Aus diesem Grund ist die Forderung der umgehenden Stilllegung aller Atomreaktoren nicht Utopisch, sondern umsetzbar.

Die konsequent weitergedachte Kritik an der Umweltpolitik unserer Regierung, ist die Kritik an unserem kapitalistischen System.Es ist nicht hinnehmbar, dass Frau Merkel nach einem Treffen mit den vier großen Energiekonzernen im letzten Herbst die Verlängerung der Laufzeiten verkündet, während die Mehrheit der Bevölkerung dies ablehnt. Wir wollen echte Demokratie statt der Herrschaft der großen Konzerne.

 

Die nächste Anti-AKW Demo findet am Montag den 28.März um 18 Uhr statt. Seid dabei, macht mit beim Kampf gegen Atomkraft.

Die imperialistischen Mächte haben Kriegskurs gegen Libyen aufgenommen. Die NATO zieht Truppen im Mittelmeer zusammen, die UNO hat einen „Militäreinsatz“ beschlossen.

Um Gründe sind die Kriegstreiber auch diesmal wieder nicht verlegen. Der einstige antiimperialistische Hoffnungsträger in Nordafrika, Muammar Gaddafi, dessen Sturz des Königs Idris 1969 sowohl im Land selbst als auch von den westlichen Mächten als Entkolonialisierung wahrgenommen wurde, ist urplötzlich als Schlächter seines Volkes und Feind Nummer Eins der freien Welt wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit zurückgekehrt. Und das, obwohl der Diktator eigentlich längst vom einstigen Gegner zum beliebten Partner des Westens aufgestiegen war, nachdem er die heimischen Märkte liberalisiert und die Flüchtlingsabwehr für die EU übernommen hatte. Doch volles Vertrauen wollte ihm der Imperialismus dann doch nie so recht schenken, immerhin sitzt Gaddafi auf den größten Ölvorkommen Afrikas und die will man natürlich fest im Griff haben. Da ist die Gelegenheit günstig, die der Aufstand der libyschen Opposition und der seitdem tobende Bürgerkrieg zu bieten scheinen. Die Opposition besteht zumindest teilweise aus aus Gewährsmännern des westlichen Ölgeschäfts, nicht umsonst kämpfen sie unter der Flagge der alten Monarchie. Da es sich aber trotz alledem um einen Aufstand breiter Volksschichten handelt, zeichnet sich die Opposition hauptsächlich durch eine „lose Koalition verschiedener Gruppen“ (so die regierungsnahe Stiftung Wissenschaft und Politik in einer Analyse) aus, die das gemeinsame Ziel – der Sturz Gaddafis – zusammenhält. Ob sich innerhalb der Aufständischen also automatisch die dem Westen genehmsten Kräfte durchsetzen werden, ist noch fraglich.

 

Weiterlesen auf www.sdaj-netz.de

Wir solidarisieren uns hiermit mit der Aktion der Karawane Wuppertal, gegen die Abschiebung von Harri Datt Batt.

Denn kompletten Text könnt ihr unter http://thecaravan.org/node/2844 lesen.

Ausserdem könnt ihr euch dort auch einen Beschwerdebrief an die Ausländerbehörde Remscheid herunterladen, den ihr dann als Fax weiterschicken könnt.

Rassismuss auf allen Ebenen stoppen!

Eure SDAJ Wuppertal

 

Herr Harri Datt Batt soll am Montag, den 14. März 2011 von Abschiebegefängnis Büren aus nach Kathmandu abgeschoben werden. Setzen Sie sich für den Stopp der Abschiebung von Herrn Hari Dhatt Batt ein!

Herr Datt Bhatt, Flüchtling aus Nepal, wurde am Montag, den 7. März 2011 bei der Ausländerbehörde Remscheid festgenommen, wo er seine Duldung verlängern wollte. Die Ausländerbehörde informierte sofort den Hausmeister des Flüchtlingsheims in der Schwelmer Strasse. Dieser ist in Herrn Datt Bhatts Zimmer und hat seine Sachen geräumt. Etwa eine Stunde später fuhr ein Abschiebewagen der Ausländerbehörde zum Flüchtlingsheim. Herr Datt Bhatt musste im Auto bleiben. Eine Beamtin ist in das Heim und hat die vom Hausmeister gepackten Sachen mitgenommen. Anschließend wurde Herr Datt Bhatt zum Amtsgericht nach Wuppertal und hiernach nach Büren gebracht. Am Montag, den 14.03.2011 soll Herr Datt Batt nach Kathmandu abgeschoben werden.

weiter lesen

Ein Gespenst geht um in Wuppertal Vohwinkel. Nein, es ist nicht der Kommunismus, es ist die Drohung der Schließung des Jugendzentrums Treffpunkt Tesche oder der Wegrationalisierung der finanziellen Beteiligung der Stadt im Jugend- und Begegnungszentrums (Jubs) in Vohwinkel. Denn die Stadtverwaltung plant den Abbau von 1,6 Stellen in Jugendbereich im Stadtteil Vohwinkel. Die Folge wäre, dass entweder das Jugendzentrum Treffpunkt Tesche geschlossen wird oder die Stadt Wuppertal sich aus dem Jugendund Begegnungszentrum zurückziehen muss. Begründung für die Kürzungen ist der Einstellungsstopp, den das Land der Stadt Wuppertal auferlegt hat. Frei werdende Stellen im Jugendbereich können nicht neu besetzt werden, falls Mitarbeiter zum Beispiel in den Ruhestand gehen. Deshalb möchte die Stadtverwaltung im vorauseilenden Gehorsam
6,9 Stellen im Jugendbereich streichen, um gegenüber der Bezirksregierung guten Willen zum Sparen zu zeigen. Man erhofft sich dadurch die Genehmigung zu erhalten,
die offenen Stellen im Jugendbereich wieder auffüllen zu können. Dass die Wegrationalisierung dieser Stellen zur Schließung eines der Jugendzentren in Vohwinkel
führt, wird von der Stadt mit der prozentualen Überversorgung vom Stadtteil Vohwinkel im Gegensatz zum Wuppertaler Osten gerechtfertigt. Eine zynische Aussage, denn
schaut man sich das Problem mit jugendlichen Neonazis in Vohwinkel an, wird einem klar wie dringend der Stadtteil diese Jugendzentren braucht. In Vohwinkel entwickelt sich mittlerweile Widerstand gegen die rücksichtslose Kürzungspolitik. Kinder und Jugendliche, die den Treffpunkt Tesche nutzen, haben inzwischen über 700 Unterschriften für
den Erhalt der Einrichtung gesammelt. Um die Stellenstreichung, die im Mai im Stadtrat beschlossen werden soll, verhindern zu können ist es wichtig, dass sich die Betroffenen
an unterschiedlichen Standorten nicht gegeneinander ausspielen lassen. Die Frage sollte nicht sein: Wo kann Wuppertal an seiner Jugendarbeit kürzen, um einen Minimalbetrieb
abzusichern? Sondern: In welchem Bereich können wir sparen, um unsere Jugendarbeit zu erhalten? Die Antwort auf diese Frage ist sicher nicht in den Überschuldeten
Kommunen zu finden, sondern beispielsweise in den Ausgaben des Bundes für die Bundeswehr und ihre Kriegseinsätze oder in den verpulverten Geldern des Landes
für den Jugendknast in Ronsdorf.

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Dabei ist ihr Ziel in Stolberg einen Märtyrerkult aufzubauen, ähnlich dem, der etwa im schwedischen Salem besteht.
Für die Nazis entwickelt sich Stolberg zu einer Großveranstaltung. So versammeln sich jedes Jahr im April zwischen 500 und 800 Nazis in Stolberg um ein symbolisches Datum zu schaffen, mit dem bundes-, wenn nicht europaweit ein Aufmarschanlass geschaffen und zudem eine teils taktisch zerstrittene Szene geeint werden kann.

 

Weiterlesen auf http://wstolberg.blogsport.de/

Gründungstreffen der SDAJ

Gepostet am 24. Februar 2011 Allgemein

LiebeFreund_innen,                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       es wird wieder Zeit sich zu organisieren.

Gründungstreffen der SDAJ Wuppertal

Am Samstag den 12. März 2011
ab 18 Uhr
im  Café Multi Kulti
Hochstr. 53c
42105 Wuppertal

Nach der Veranstaltung folgt Musik von Mr. Throwastone.

Ihr seid herzlich Willkommen

Am 19. Februar 2011 wollten Faschisten in Dresden mit einem „Trauermarsch“ die Bombardierung der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 für ihr revisionistisches Geschichtsbild vereinnahmen. Aus deutschen Tätern wollten sie deutsche Opfer machen.

Doch über 20.000 AntifaschistInnen machten es den gerade mal 2.000 Neonazis unmöglich sich zu sammeln, geschweige denn zu demonstrieren. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Dresden Nazifrei!“ konnte den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen, als 12.000 Menschen mit friedliche Massenblockaden den Naziaufmarsch verhinderten. Ebenso wurde das Gedenken der Stadt am 13. Februar, woran sich, wie in den vergangenen Jahren, Neonazis beteiligten, von lautstarkem Protest begleitet und ein Fackelmarsch der Neonazis behindert.

Weiterlesen auf www.sdaj-netz.de

Auch Genossen aus Wuppertal beteiligten sich in Dresden an den Aktionen gegen die Nazis.