Wir unterstützen den Jugendblock auf dem Ostermarsch in Düsseldorf am 23. April:

Bundeswehr? In der Schule?

…Die Bundeswehr und das Schulministerium NRW unter Frau Sommer haben 2008 eine „Kooperationsvereinbarung“ getroffen, mit dem mehr Schülerinnen und Schüler direkt von der Armee unterrichtet werden sollen und die Ausbildung von LehrerInnen beeinflusst wird. Die Bundeswehr lädt Schulklassen zum „Tag der offenen Tür“ oder zur Studienfahrt in die Kaserne ein und veranstaltet “Events”. Dabei gibt es Waffenschauen, Schießsimulationen und ‘lockere’ Gespräche über die militärische Weltlage – immer durch Steuern finanziert.

Schluss mit dem Werben für’s Sterben!

Bei den Schulbesuchen der Bundeswehr wird SchülerInnen erzählt, dass Krieg notwendig sei und der Soldatenberuf aufregend, abwechslungsreich und lukrativ.
Während immer mehr Jugendliche von Ausbildungsplatzmangel, unsicheren Arbeitsverhältnissen oder sogar Hartz-IV betroffen sind, verspricht die Bundeswehr gute Bezahlung und einen sicheren Arbeits- oder Studienplatz. So wird die Not oder auch die Hoffnung vieler Jugendlicher auf ein gutes Leben ausgenutzt. Dass man bei der Bundeswehr zwangsweise für den Krieg arbeitet, fällt in den geschönten Werbeauftritten einfach weg.
Soldaten müssen bereit sein, auf Befehl Menschen zu töten, das ist ihr Beruf. Das Berufsrisiko ist, getötet zu werden.

Durch die Bundeswehr wird an der Schule die unmittelbare (Regierungs-) Politik beworben und nicht kritisch hinterfragt, die Neutralität der Schule wird verletzt, der Beutelsbacher Konsens* unterwandert.

Wir sind der Ansicht, dass Jugendliche kein Interesse am Krieg und stattdessen ein Recht auf ein gemeinsames Leben in Frieden haben. Die Armee hat in der Schule nichts zu suchen, denn Frieden ist kein Ergebnis von Waffengängen, sondern von einer sozial gesicherten Welt in Freiheit.

*Der Beutelsbacher Konsens fordert die Ausgewogenheit zwischen den kontroversen Positionen und das Verbot einseitiger Beeinflussung. Dieser Grundsatz wird verletzt solange die Bundeswehr in den Schulen die Kriegsziele pädagogisch rechtfertigen darf.

Gemeinsame Anreise aus Wuppertal:

23. April, 13.15 Uhr, Gleis 1, W-Hbf

Weitere Infos:
www.lsvnrw.de
www.ostermarsch-rheinland.de